Alfred Schade

Offener Brief von Beate für Alfred Schade
“Karma”

Mittwoch 29 August 2018,

Guten Tag Alfred Schade,

ich weiß natürlich, dass du nicht mehr lebst. Was ich von dir weiß ist, dass du vier Enkelkinder hast. Christine, Birgit, Beate und Marc. Was ich noch weiß ist, dass du Oberst warst und dass du in russische Gefangenschaft gerietst, als du im 2. Weltkrieg in Berlin - anstatt bei deiner offiziellen Frau, zu einer Geliebten strebtest - und danach als gebrochener Mann mit einer Lebererkrankung nicht mehr sehr lange überlebt hast. Deine Söhne haben dich nicht mehr als Oberhaupt der Familie anerkannt als du zurückkehrtest, aber du hast das nicht akzeptiert. Der eine hat sich an dir aufgerieben, der andere hat sich bei dir in Sucht verabschiedet. Du hast eine Frau hinterlassen, die seither ein positives Männerbild negierte, aber dennoch dein Bedürfnis nach Versöhnung am Ende des Tages erkannte und versuchte zu erfüllen.
Ich als ein Nachkomme von dir suche deine Spuren, weil ich extremen Selbsthass versuche zu verstehen und hoffe, durch Hilfe der Erkenntnis deiner Geschichte, eine Erklärung und Lösung meiner Entwicklungsknoten zu erreichen.

Über Antwort bin ich froh. Vielleicht antwortet auch ein Peter Kempter oder jemand anderer, der wie ich mittels eines Stellvertrters Klärung bringt.
Danke

Autor: Beate

Alfred Schade, 1 offene Briefe, 44 Lesungen

Kein Kommentar auf diesem Brief an Alfred Schade


Erlaubte HTML: <b> <i> <a> :-) ;-) :-( :-| :-o :-S 8-) :-x :-/ :-p XD :D



Personen > S > Schade > Alfred Schade > Brief 1 > schreiben